Wenn Sie Ihre Solaranlage aus eigenen Mitteln finanzieren,
fließt Ihnen vom ersten Tag an auch der volle Ertrag zu.
Dies ist der einfachste Weg und vor allem bei Fotovoltaik unter
Rendite-gesichtpunkten interessant. Im übrigen zahlt das Finanzamt
hier die Mehrwertsteuer auf Antrag zurück.
Aber auch die Fremdfinanzierung kann für den Einzelnen eine
gute und sinnvolle Lösung bei der Anschaffung eines Solar-Kraftwerks
sein.
Dafür gibt es viele Gründe; u.a. auch steuerrechtliche.
Der Staat unterstützt die Anschaffung durch die einfache Bereitstellung
von Krediten.Die Zinsen dafür sind günstig und die Kreditlaufzeiten
so langfristig, dass das Darlehen bequem aus dem Ertrag aus der Anlage
getilgt werden kann.
Da die Abnahme-Verpflichtung und die Höhe der Vergütung
für Strom aus Fotovoltaikanlagen staatlich für 20 Jahre
gesichert sind, kann eine solche Anlage ohne Risiko finanziert werden.
Daraus ergeben sich sehr interessante Möglichkeiten:
1. Die Anlage wird vollständig durch die Aufnahme eines Kredits
gekauft.
Die Kreditlaufzeit wird so gewählt, dass die Tilgung des Kredits
und auch die Zinsen
aus dem Verkauf des Stroms bezahlt werden können.
Die Anlage bezahlt sich so in knapp 15 Jahren selbst, einschließlich
der Zinsen !Bei einer Betriebszeit von min. 30 Jahren erhält
der Eigentümer dann für min.
15 Jahre den vollen Ertrag. Für 5 Jahre ist der Ertrag garantiert.
Für die weiteren Jahre wird der Strompreis (allein durch die
jährliche Inflation) voraussichtlich weit über dem heutigen
Niveau liegen.
2. Sinnvoll kann es auch sein, einen Teil der Anlage mit eigenen
Mitteln zu finanzieren.
Der Kredit wird kleiner, die Zinsen insgesamt weniger und die Laufzeit
damit kürzer.
Mit einem überschaubaren Eigenkapitalanteil steht dem Eigentümer
so bereits nach
z.B. 6 oder 9 Jahren der volle Ertrag aus dem Stromverkauf zur Verfügung.
3. Die Kreditlaufzeit (und damit die Höhe der monatlichen Zahlung)
wird so gewählt, dass einerseits die fälligen Kreditraten
aus dem Stromverkauf bezahlt werden können, aber auch ein Teil
des Ertrags
übrig bleibt.
Kredite für die Anschaffung von Solaranlagen stellt die KfW-Förderbank
(Bund und Länder), oftmals auch die Hausbanken und z.B. die
Umweltbank in Nürnberg zur Verfügung.
Auch die Bundesländer und Kommunen sowie die Europäische
Union haben Förderprogramme für den Einsatz von Sonnenenergie.
Die Abwicklung erfolgt über die Hausbank; in der Regel werden
bankübliche Sicherheiten verlangt. Die Umweltbank lässt
sich u.U. auch die Anlage selbst als Sicherheit dienen, wodurch eine
Grundschuld entfallen kann.
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